Freitag, 22. November 2013
Wenn ich ein Käse wäre
Und es sprach die magische Zauberfee….

Wenn ich ein Käse wär….
Würde mich mein eigener Geruch stören?
Wäre mir bewusst, dass ich eine ungesunde Gesichtsfarbe habe?
Bekäme ich von Schokolade Blähungen und – das Wichtigste -
Könnte ich mit dieser olfaktorischen Explosion Tapeten von den Wänden lösen?

Nun, in meiner Geburtsurkunde steht, ich wäre ein Wesen weiblicher Natur, und ich muss zugeben, die Indizien sprechen klar dafür:
- Ich stehe auf Katzenbabys
- Auf die Frage: „Was ist los?“ kann ich auf 20 verschiedene Arten „Nichts“ sagen, und keine davon bedeutet auch „nichts“
- Wenn mich jemand frägt, welches Handy ich habe, lautet meine Antwort in der Regel: „Das grüne.“
- Erzählt mir mein Mann etwas von Autos, kann ich gleichzeitig Nicken, Lächeln, und meine Einkaufsliste im Kopf vervollständigen

Nun, egal.
Magie existiert.
Nur: Magie ist ein Arschloch.
Da wartet man (gefühlte) Stunden, bis die Milch für den Pudding heiß wird, und sie regt sich nicht.
Nein. Nicht ein Stück. Ist quasi noch gefroren.
Aber WEHE, man geht schnell aufs Klo. Oder man muss niesen. Oder man zwinkert etwas zu lang. Kratzt sich an der Nase. Wirft einen Blick auf die Uhr.
Denn dann schaltet sich das Arschloch ein, die Milch explodiert im Topf, und wir verbringen die nächsten (tatsächlichen) Stunden damit, den Herd zu putzen.

Heute ging es ins Möbelhaus. Mir sind nämlich – auf magische Art und Weise – ein Unterteller und eine Müslischale verschwunden. Haben sich versteckt, sind durchgebrannt, sind in einem Paralleluniversum gelandet, oder wurden (vom Mann, der Katze, dem Postboten oder alternativ DEINER Mutter) auf äußerst unmagische Art und Weise zerstört und entsorgt.
Jedenfalls, auf meiner Einkaufsliste stand: Müslischale, Unterteller.
Was habe ich nach Hause gebracht? Eine Küchenmaschine, ein Muffinblech und Plastikteller in Blattform.
Tja, das nenne ich Magie.
Oder eben einfach weibliche Prioritätenänderung.






Dienstag, 12. November 2013
Impressionen aus der Welt einer Tortenterroristin
Die Welt ist im Aufruhr.
Tagtäglich befassen sich schlaue Köpfe mit schwierigen Problemen, und noch schlauere Köpfe mit noch schwierigeren Themen.
Zum Glück gibt es für Politik Politiker, für Verbrechen die Polizei, und für gelangweilte Hausfrauen das Nachmittagsfernsehen.

Für mich gibt es in erster Linie Probleme, für die ich zwar nie den Schlaubischlumpf-Gedächtnispreis bekommen werde, die aber in meinem kleinen privaten Universum ausreichend Platz einnehmen, um sie hier kundzutun.

Die letzten Wochen habe ich mich unter anderem mit folgenden Thematiken befasst:
Wie bekommt man karamellisierten Zucker von einem Ceranfeld?
Wie versteckt man das neue, von einem heruntergefallenen Messer entstandene Loch im Linoleum, vor dem Ehemann?
Ist man je zu alt, um sich mit Backoblaten im Mund klebend zur Ente zu machen? (Und wer das nicht versteht, war definitiv nie jung genug dafür...)
Darf man jemanden gerichtlich belangen, weil er einen Muffin mit einer Gabel isst?

Da ich weder meine werten, zahlenmäßig nicht gerade imposanten, aber trotzdem geschätzten Lesern mit meinen komplizieren Gedankengängen, die teils den Wirren eines Wollknäuels - nachdem die Katze sich darüber her gemacht hat - ähneln, langweilen möchte, noch diesen Schachtelsatz noch weiter ausformulieren möchte, möchte ich schlichtweg meine Ergebnisse zu obigen interkulturellen Differenzen präsentieren:

Zu Punkt 1:
Jedenfalls nicht mit einem Ceranfeldkratzer, soviel ist mir jetzt auch klar.

Punkt 2:
Die Katze wars.
Funktioniert immer.
--> Wer hat die Klorolle leer gemacht und nicht ausgewechselt?
Die Katze!
--> Wer hat meinen Account in WOW gelöscht?
Die Katze!
--> Wer hat sich auf mein Smartphone gesetzt und das Display gesprengt?
--> Die Katze.
Kleiner Tipp am Rande: für diese Lösungsansätze sollte man zumindest auch eine Katze besitzen.
Ansonsten könnte man alternativ auch auf folgende Generalverschuldner ausweichen:
- das Kind
- der Postbote
- DEINE Mutter!

Okay, weiter im Text.

Punkt 3 (ja, hier muss der unaufmerksame Leser eventuell nochmals raufscrollen, um zu spicken, welches Thema nun behandelt wird):
Nein, definitiv nicht

Punkt 4:
Allem vernünftigen Denken zum Trotz: Nein. Man sollte es aber können. Steht nicht in der Bibel zum gesunden Menschenverstand schon geschrieben:
"Und niemals sollst du neiden deines Nachbarn unzerkratztes Ceranfeld, noch seinen unbeschädigten Linoleum, noch sollst du essen muffiniertes Kleingebäck mit den Zinken eines Gabelinstrumentes."
Amen.


Ach ja, zu guter Letzt:
Untätig war ich auch nicht,
es folgen Eindrücke aus der Terrorküche.





























Freitag, 13. September 2013
Save a cookie - eat a muffin
Schreibblockaden gibt es, ja.
Aber gibt es auch Backblockaden?
Gehen wir einmal davon aus, es gibt sie.
Meine Backblockaden sind komplizierter Natur.
Natürlich – ich bin ja auch eine Frau, bei uns ist einfach alles kompliziert ^^

Nicht, dass es mir an Einfällen, Ideen oder Motivation mangeln würde – eher das Gegenteil ist der Fall.
Ich plane, und plane, und planeplaneplane – und dann fällt mir etwas noch viel besseres ein. Und während ich in Gedanken Plan 1 auf Eis lege, Idee Nummer 2 ausarbeite, klopfen schon Einfall3-13 an, und bringen mich schier zur Verzweiflung, weil ich plötzlich nicht mehr weiß, was genau ich tun will (und woher ich eigentlich die ganze Zeit dafür nehmen will…)

Ich bin das Kind im Schlaraffenland, das feststellt:
Egal, was es tut, es wird es NIEMALS schaffen, alles auf einmal zu essen!

Dabei möchte ich mich nicht entscheiden… ich möchte mich in meinen Ideen wälzen – und zwar in allen! -, mich durch Möglichkeiten, Unmöglichkeiten wühlen, dabei mein – noch lange nicht ausgereiftes, aber auf dem steigenden Ast befindliches – Können ausser Acht lassen, und mich einfach im Augenblick der Begeisterung suhlen…
Wer setzt mir schon Grenzen?
Naja, okay. Ausser meine Unkreativität vielleicht?
… und mein begrenztes Zeitkontingent?
… und der durchaus nicht endlose finanzielle Rahmen?
… und meine Vernunft, die mir einflüstert: „Laberbacke, Schachtelsatzkönigin, wer zum Teufel soll das alles essen?!???“

Ich stelle fest: Grenzen sind dazu da, ignoriert zu werden!
Die Welt ist voller Möglichkeiten, und so lange ich auf meiner kleinen Tortenweltwolke schwebe, so lange kann mir die reale Welt meinen puderzuckerbestäubten Buckel runterrutschen!


Zur Problemlösung der Backblockade kann ich nur folgendes sagen:

Ich esse ein paar Kekse, gehe schlafen – und entscheide mich morgen neu. Wahrscheinlich für Idee Nummer 65, denn die kam mir im Traum :-)