Wenn ich ein Käse wäre
Und es sprach die magische Zauberfee….

Wenn ich ein Käse wär….
Würde mich mein eigener Geruch stören?
Wäre mir bewusst, dass ich eine ungesunde Gesichtsfarbe habe?
Bekäme ich von Schokolade Blähungen und – das Wichtigste -
Könnte ich mit dieser olfaktorischen Explosion Tapeten von den Wänden lösen?

Nun, in meiner Geburtsurkunde steht, ich wäre ein Wesen weiblicher Natur, und ich muss zugeben, die Indizien sprechen klar dafür:
- Ich stehe auf Katzenbabys
- Auf die Frage: „Was ist los?“ kann ich auf 20 verschiedene Arten „Nichts“ sagen, und keine davon bedeutet auch „nichts“
- Wenn mich jemand frägt, welches Handy ich habe, lautet meine Antwort in der Regel: „Das grüne.“
- Erzählt mir mein Mann etwas von Autos, kann ich gleichzeitig Nicken, Lächeln, und meine Einkaufsliste im Kopf vervollständigen

Nun, egal.
Magie existiert.
Nur: Magie ist ein Arschloch.
Da wartet man (gefühlte) Stunden, bis die Milch für den Pudding heiß wird, und sie regt sich nicht.
Nein. Nicht ein Stück. Ist quasi noch gefroren.
Aber WEHE, man geht schnell aufs Klo. Oder man muss niesen. Oder man zwinkert etwas zu lang. Kratzt sich an der Nase. Wirft einen Blick auf die Uhr.
Denn dann schaltet sich das Arschloch ein, die Milch explodiert im Topf, und wir verbringen die nächsten (tatsächlichen) Stunden damit, den Herd zu putzen.

Heute ging es ins Möbelhaus. Mir sind nämlich – auf magische Art und Weise – ein Unterteller und eine Müslischale verschwunden. Haben sich versteckt, sind durchgebrannt, sind in einem Paralleluniversum gelandet, oder wurden (vom Mann, der Katze, dem Postboten oder alternativ DEINER Mutter) auf äußerst unmagische Art und Weise zerstört und entsorgt.
Jedenfalls, auf meiner Einkaufsliste stand: Müslischale, Unterteller.
Was habe ich nach Hause gebracht? Eine Küchenmaschine, ein Muffinblech und Plastikteller in Blattform.
Tja, das nenne ich Magie.
Oder eben einfach weibliche Prioritätenänderung.