Dienstag, 12. November 2013
Impressionen aus der Welt einer Tortenterroristin
Die Welt ist im Aufruhr.
Tagtäglich befassen sich schlaue Köpfe mit schwierigen Problemen, und noch schlauere Köpfe mit noch schwierigeren Themen.
Zum Glück gibt es für Politik Politiker, für Verbrechen die Polizei, und für gelangweilte Hausfrauen das Nachmittagsfernsehen.

Für mich gibt es in erster Linie Probleme, für die ich zwar nie den Schlaubischlumpf-Gedächtnispreis bekommen werde, die aber in meinem kleinen privaten Universum ausreichend Platz einnehmen, um sie hier kundzutun.

Die letzten Wochen habe ich mich unter anderem mit folgenden Thematiken befasst:
Wie bekommt man karamellisierten Zucker von einem Ceranfeld?
Wie versteckt man das neue, von einem heruntergefallenen Messer entstandene Loch im Linoleum, vor dem Ehemann?
Ist man je zu alt, um sich mit Backoblaten im Mund klebend zur Ente zu machen? (Und wer das nicht versteht, war definitiv nie jung genug dafür...)
Darf man jemanden gerichtlich belangen, weil er einen Muffin mit einer Gabel isst?

Da ich weder meine werten, zahlenmäßig nicht gerade imposanten, aber trotzdem geschätzten Lesern mit meinen komplizieren Gedankengängen, die teils den Wirren eines Wollknäuels - nachdem die Katze sich darüber her gemacht hat - ähneln, langweilen möchte, noch diesen Schachtelsatz noch weiter ausformulieren möchte, möchte ich schlichtweg meine Ergebnisse zu obigen interkulturellen Differenzen präsentieren:

Zu Punkt 1:
Jedenfalls nicht mit einem Ceranfeldkratzer, soviel ist mir jetzt auch klar.

Punkt 2:
Die Katze wars.
Funktioniert immer.
--> Wer hat die Klorolle leer gemacht und nicht ausgewechselt?
Die Katze!
--> Wer hat meinen Account in WOW gelöscht?
Die Katze!
--> Wer hat sich auf mein Smartphone gesetzt und das Display gesprengt?
--> Die Katze.
Kleiner Tipp am Rande: für diese Lösungsansätze sollte man zumindest auch eine Katze besitzen.
Ansonsten könnte man alternativ auch auf folgende Generalverschuldner ausweichen:
- das Kind
- der Postbote
- DEINE Mutter!

Okay, weiter im Text.

Punkt 3 (ja, hier muss der unaufmerksame Leser eventuell nochmals raufscrollen, um zu spicken, welches Thema nun behandelt wird):
Nein, definitiv nicht

Punkt 4:
Allem vernünftigen Denken zum Trotz: Nein. Man sollte es aber können. Steht nicht in der Bibel zum gesunden Menschenverstand schon geschrieben:
"Und niemals sollst du neiden deines Nachbarn unzerkratztes Ceranfeld, noch seinen unbeschädigten Linoleum, noch sollst du essen muffiniertes Kleingebäck mit den Zinken eines Gabelinstrumentes."
Amen.


Ach ja, zu guter Letzt:
Untätig war ich auch nicht,
es folgen Eindrücke aus der Terrorküche.